Schönstatt, Berg Sion, 1.08.2026 – Die Schönstatt-Patres versammelten sich am Samstag, dem 01.08.2026, gemeinsam mit der Familie von P. Klaus Krenz, Freunden und vielen Mitgliedern der Schönstatt-Familie, um die Trauermesse für ihn zu feiern und so das Leben eines Priesters zu würdigen, dessen Wirken unzählige Menschen berührt hat.
Die Trauermesse wurde von P. Agustín Alvarez geleitet, der – ähnlich wie P. Klaus in seinen letzten Lebensjahren – seine Berufung als Einsiedler unter den Schönstatt-Patres lebt. In seiner Predigt würdigte P. Arkadiusz Sosna P. Klaus Krenz als einen wahren Pilger der Hoffnung, als einen Priester, der tief in Christus verwurzelt blieb und sein Leben dem Dienst an den Menschen in Offenheit, Demut und Mitgefühl widmete. Im Anschluss an die Eucharistiefeier wurden die Schlussgebete von P. Michael Hagan, dem Rektor der Filiale, der P. Klaus angehörte, gesprochen.
Viele Angehörige von P. Klaus, Mitbrüder seiner Gemeinschaft, andere Priester, Freunde und Vertreter der Schönstatt-Bewegung kamen zusammen, um für sein Leben und sein priesterliches Zeugnis zu danken. Ihre Anwesenheit war ein bewegendes Zeichen der tiefen Wertschätzung und Zuneigung, die er während seines gesamten Priestertums geweckt hatte.
Klaus Krenz wurde am 15. Dezember 1940 in Oberschlesien geboren und am 25. Juni 1967 in Erfurt zum Priester geweiht. Nachdem er als Diözesanpriester tätig gewesen war, trat er 1979 bei den Schönstatt-Patres ein und widmete sich der Seelsorge in den Schönstatt-Gemeinschaften in Ostdeutschland, u. a. in Magdeburg, Berlin und darüber hinaus. Sein priesterlicher Dienst war geprägt von Einfachheit, Nähe zu den Menschen und einer tiefen Liebe zur Gottesmutter und zum Schönstatt-Charisma.
Unter den vielen Stationen seines Dienstes ragen seine Jahre als Gefängnisseelsorger in Berlin und Frankfurt (Oder) als bemerkenswertes Zeugnis für das Evangelium heraus. Geleitet von den Worten Christi: „Ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht“ (Mt 25), brachte er den am Rande der Gesellschaft Lebenden Hoffnung und Würde. Er war zudem als begabter Schriftsteller, Liebhaber der Literatur und als Mann bekannt, der mit Menschen aus allen Lebensbereichen in einen aufrichtigen Dialog trat.
In seinen letzten Lebensjahren wandte sich P. Klaus einer mehr kontemplativen Lebensweise zu, widmete sich der eucharistischen Anbetung und dem Gebet und inspirierte seine Mitmenschen weiterhin durch seine stille Präsenz. Im Jahr 2025 zog er ins Provinzhaus auf dem Berg Sion, wo er seine letzten Monate verbrachte.
P. Klaus Krenz verstarb am 26. Juli 2026, nachdem er auf dem Berg Sion palliative Pflege erhalten hatte. Sein Leben bleibt ein Zeugnis für unerschütterlichen Glauben, priesterliche Hingabe und missionarischen Dienst. Wie uns die Worte aus Psalm 125, 1, die für seine Gedenkkarte ausgewählt wurden, in Erinnerung rufen: „Die auf den Herrn vertrauen, sind wie der Zionsberg: Niemals wankt er, er bleibt in Ewigkeit.“
Möge der Herr P. Klaus Krenz die ewige Ruhe schenken, und möge sein treues Zeugnis auch künftige Generationen von Schönstatt-Patres und alle, die das Privileg hatten, ihn zu kennen, weiterhin inspirieren.

English
Español